Martin Luther
Martin Luther Andreas Breitling auf Pixabay

500 Jahre Freiheit

Die evangelische Kirche feiert Reformationstag

Martin Luthers „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ ist eine der bedeutendsten Schriften der Reformationszeit. Die Denkschrift erschien 1520 und steht für den geistesgeschichtlichen Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit – die Beziehung zwischen Religion und Freiheit wird umgekehrt.

„So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.“ (Römer 3,28). So steht es im Neuen Testament und so ist auch Luthers Auffassung. In seinen Thesen argumentiert er nach heutigem Verständnis sachlich und setzt sich mit den Fakten auseinander. Schnell wird klar, dass die moralischen und ethischen Maßstäbe, die Gott anlegt, gewaltig sind und von uns fehlbaren Menschen nur sehr schwer erfüllt werden können. Ein Beispiel: den Nächsten zu lieben mag ja noch angehen, aber den Feind? Wenn dann wie ein Damoklesschwert die drohende Bestrafung im Jüngsten Gericht über uns hängt, macht das natürlich eine „Höllenangst“.

Luther findet den rettenden Punkt: die liebende Hand Gottes ist es, die uns aufrichtet und befreit. Mit Gott sind wir verbunden, in seiner tiefer Geborgenheit gewinnen wir Leichtigkeit und Kraft. Wir sind befähigt, Großes zu leisten. In seiner Gnade sind wir fest verankert – auch wenn wir in unserem irdischen Dasein niemals perfekt sein werden.

Luther ermutigt uns mit seiner Schrift, uns von den Ängsten zu befreien und die volle Freiheit des Glaubens anzunehmen und in ihr zu wachsen. „[...] Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ heißt es im Markusevangelium Kapitel 9, Vers 24. Da mutet es schon beinahe prophetisch an, dass dies die Jahreslosung für 2020 ist, ein Jahr, in dem wir alle Hände voll zu tun haben, uns von unseren Ängsten zu befreien.

Luthers Schrift ist noch immer aktuell, seine Thesen hallen noch immer nach. Zahlreiche Kirchen und Orte sind mit seinem Namen verbunden, eine ganze Reihe dieser Kirchen hat die Stiftung KiBa in den letzten Jahren mit einer Förderzusage unterstützen können.

„Luthers KiBa-Kirchen“

06110 Halle: LutherkircheSachsen-Anhalt
Zuletzt 2014 über die Stiftung Orgelklang mit 3.500 Euro gefördert

06295 Lutherstadt Eisleben: St.-Petri-Pauli-KircheSachsen-Anhalt
Zuletzt 2006 über die Stiftung KiBa mit 5.000 Euro gefördert

06295 Lutherstadt Eisleben: St. Simon und JudaSachsen-Anhalt
Zuletzt 2018 über die Stiftung KiBa mit 15.000 Euro gefördert

06295 Lutherstadt Eisleben OT Polleben: St. StephanusSachsen-Anhalt
Zuletzt 2020 über die Stiftung KiBa mit 35.000 Euro gefördert

06295 Lutherstadt Eisleben: St. AndreaskircheSachsen-Anhalt
Zuletzt 2020 über die Stiftung Orgelklang mit 3.000 Euro gefördert

06295 Lutherstadt Eisleben: Sankt AnnenSachsen-Anhalt
Zuletzt 2009 über die Stiftung KiBa mit 43.636 Euro gefördert

06295 Lutherstadt Eisleben: St. AndreasSachsen-Anhalt
Zuletzt 2017 über die Stiftung KiBa mit 15.000 Euro gefördert

06886 Lutherstadt Wittenberg: Stadtkirche St. MarienSachsen-Anhalt
Zuletzt 2013 über die Stiftung KiBa mit 25.000 Euro gefördert

08451 Crimmitschau: LutherkircheSachsen
Zuletzt 2012 über die Stiftung KiBa mit 20.000 Euro gefördert

12105 Berlin: Martin-Luther-GedächtniskircheBerlin
Zuletzt 2011 über die Stiftung KiBa mit 10.000 Euro gefördert

13158 Berlin: LutherkircheBerlin
Zuletzt 2013 über die Stiftung KiBa mit 3.950 Euro gefördert

22946 Trittau: Martin-Luther-KircheSchleswig-Holstein
Zuletzt 2019 über die Stiftung KiBa mit 10.000 Euro gefördert

38642 Goslar, Oker: Martin-Luther-KircheNiedersachsen
Zuletzt 2010 über die Stiftung KiBa mit 20.000 Euro gefördert