Wie die Stiftung arbeitet

„Gelder gerecht und verantwortungsvoll verteilen“

Über einhundert Förderzusagen mit einem Gesamtvolumen von rund 1,5 Millionen Euro: das sind in der Regel die Eckdaten eines KiBa-Jahres. Jede Zusage steht für eine Kirche. Nicht selten ist es erst die Zusage der KiBA , die die so dringend nötigen Baumaßnahmen ermöglicht. Bei der Vergabe ihrer Fördergelder folgt die Stiftung einem erprobten Verfahren, mit dem die Gelder gerecht und verantwortungsvoll verteilt werden.

Ab Mitte Januar eines Jahres beginnt das digitale Antragsverfahren auf der Homepage der Stiftung KiBa. Jetzt ist es für die Kirchengemeinden, die in den folgenden zwei Jahren Bauvorhaben umsetzen wollen, an der Zeit, ihre Anträge auf Förderung bei der Stiftung einzureichen. Viele Gemeinden arbeiten hier schon eng mit ihren Architekten zusammen. Zusätzliche Unterstützung kommt direkt aus dem Stiftungsbüro. Neben dem eigentlichen Antrag, der das Sanierungsprojekt einer Gemeinde beschreibt und aufschlüsselt, stellen die Gemeinden weitere Unterlagen und Bilder zu Verfügung. Mit diesem Material kann die Stiftung im Falle einer Förderung später weiterarbeiten.

Wenn zum 30. Juni das Antragsverfahren schließt, ist wieder das Stiftungsbüro am Zug: Die eingegangenen Anträge werden gesichtet und die ehrenamtlich tätigen Regionalbeauftragten werden tätig. Sie besuchen die Kirchengemeinden und leisten wichtige Beratung. Unsere Regionalbeauftragten sind alle vom Fach: Architekten, Denkmalpfleger, Historiker, Bauamtsleiter… viele von ihnen sind bereits im Ruhestand und stellen ihr wertvolles Wissen den Kirchengemeinden und der Stiftung zur Verfügung. ihre Expertise wird auch später wichtig.

„Mir liegt die Erhaltung bzw. Erneuerung der Kirchen für ihre Gemeinden am Herzen. Die Arbeit der Gemeinschaft ist für mich ein Gewinn; es geht aber immer ganz vorne um den Gewinn für die Kirchen.“

Dr. Roland Mangelsdorf, ehrenamtlicher Regionalbeauftragter der Stiftung KiBa

Im November tritt dann der Vergabeausschuss zusammen. Dabei handelt es sich um hauptamtlich tätige Fachleute. Gemeinsam mit der Leitungsebene der Stiftung und den Regionalbeauftragten sowie mit dem Votum aus den Bauämtern der Landeskirchen, erarbeiten sie im Rahmen eines zweitägigen Treffens einen Förderplan. Das letzte Wort hat dann der Stiftungsvorstand.

Was die Stiftung darüber hinaus leistet

Aus dem Umweltschutz kommt die Philosophie: "Nur was der Mensch kennt, kann er lieben. Und nur was der Mensch liebt, ist er bereit zu schützen." In einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft schwindet das Wissen um christliche Grundwerte, um den Gottesdienst und um die Kirchen selbst. Hier ist die Stiftung mit ihrem Bildungsauftrag gefragt und engagiert tätig: Mit ihren Publikationen, ihrer Präsenz auf kirchlichen Großveranstaltungen und im Eintreten bei Bund und Ländern für die Belange kirchlicher Denkmalpflege.

Damit Kirchen deutschlandweit erhalten werden können, braucht es viele helfende Hände. Um ein gemeinschaftliches Engagement vor Ort zu entzünden, braucht es manchmal nur einen kleinen Funken. Und manchmal kommt der von der KiBa - mit einer Förderzusage.