Der Kirchentag ist eröffnet!

KiBa-Stand auf dem Markt der Möglichkeiten freut sich auf Besucher

Vier besondere Worte sind, die Christina aus der Au vom Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages ankündigt. „Sprechen wir sie erst ganz leise und dann laut: Der Kirchentag ist eröffnet!“, ruft die Schweizer Theologin der Gemeinde auf dem Dortmunder Friedensplatz zu. Jubel und Applaus antworten ihr.

Doch bevor der Kirchentag eröffnet werden kann, müssen viele schweißtreibende Arbeiten erledigt werden. Besonders deutlich wird das auf dem Messegelände an den Westfallenhallen, wo seit dem Morgen ein scheinbar unentwirrbares Chaos aus Transportern, Materialkisten und Menschen herrscht. Doch der erste Eindruck täuscht, irgendwie schälen sich allmählich aus dem Wirrwarr Strukturen heraus. Irgendwer muss den Überblick haben. Die Planung schaut gut aus.

Das KiBa-Team trifft gegen Mittag ein, kurz darauf wird auch das Material angeliefert – vielleicht 200 Kilogramm sind es in drei großen Transportboxen, wobei die gedruckten Publikationen noch vor der Technik den Löwenanteil des Gewichts ausmachen. Dann geht es an den Standaufbau. Die Wände stehen bereits und die Kollegen – alles evangelische Fundraiser aus ganz Deutschland – sind bereits gut bei der Sache. Die KiBa-Ecke dagegen fordert dem Betrachter noch ein gehöriges Maß an Phantasie ab. Das soll einmal ein schmucker Infostand werden? Ein paar Stunden später sieht alles schon ganz anders aus. Die Technik ist verkabelt und die Kisten sind ausgepackt und verstaut.

Die Zusammenarbeit mit den Veranstaltern läuft reibungslos, so kann beispielsweise ein ungenutzter Beistelltisch in mehrere Papphocker umgetauscht werden. Zum einen kann man sich keinen Kirchentag ohne die legendären Papphocker vorstellen – und da will die Stiftung KiBa natürlich keine Ausnahme machen – und zum anderen sind die praktischen Faltmöbel ganz einfach eine prima Sitzgelegenheit, sei es für den fußmüden Standbetreuer oder für ein spontan organisiertes Gespräch mit interessierten Gemeindevertretern.

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Mit ordentlich Phantasie erkennt man: das wird der KiBa-Stand 

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Ein paar Stunden später sieht alles schon ganz anders aus 

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Der beste Freund des Messe- und Standbauers 

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Reinhard Greulich und Ulrich Hacke sind am Mittag in Dortmund eingetroffen 

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Noch ist an der U-Bahnstation Westfalenhallen nichts los. Das wird sich bald ändern. 

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Über dem Messegelände wehen die Kirchentagsfahnen. 

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Freundliche Helfer kennen jeden Weg 

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Einen Kirchentag ohne Pfadfinder kann man sich kaum vorstellen 

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Eröffnungsgottesdienst auf dem Friedensplatz 

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Christina aus der Au eröffnet gemeinsam mit der Festgemeinde den Kirchentag 

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Musik und Gesang auf dem Abend der Begegnung, hier die Soul Teens 

Irgendwann ist alles fertig und es wird Zeit, wieder in die Innenstadt zurückzukehren. Den Beginn eines der zahlreichen Eröffnungsgottesdienste haben wir verpasst, aber auf dem Friedensplatz finden wir noch einen Platz ganz hinten. Eine Band spielt und man spürt ganz allmählich diese besondere Kirchentagsstimmung, die hier in der Luft liegt. Hier findet nicht nur Gottesdienst statt, hier wird Gottesdienst buchstäblich gefeiert. „Mein Name ist Christina aus der Au und ich komme aus der Schweiz!“, kündigt sich die bekannte Theologin und Philosophin an, die 2017 Kirchentagspräsidentin war und heute dem Präsidium des Kirchentags angehört. „Wollen wir diese Worte gemeinsam sprechen?“ Und zusammen sprechen sie die vielen Tausend Menschen auf dem Platz auf und eröffnen so alle gemeinsam den 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag. Ein ganz besonderer Moment, der sich schnell in Jubel und Applaus auflöst. Dann ziehen alles los über den Abend der Begegnung. Über 80.000 Menschen sollen es nach offiziellen Angaben gewesen sein.

Es ist Kirchentag. Halleluja!