Tschüs Dortmund – hallo Frankfurt!

Der Kirchentag ist zu Ende

Am Ende sind alle froh, dass es überstanden ist – und auch traurig, dass diese besonderen Tage schon wieder vorbei sind. Aber man weiß ja: nach dem Kirchentag ist vor dem Kirchentag und - so Gott will und wir leben – in Frankfurt sehen wir uns beim Ökumenischen Kirchentag 2021 alle wieder!

Zum Ende des Kirchentagssamstags macht sich in den Messehallen ab 17:30h eine leichte Unruhe bemerkbar. So mancher Mitwirkender schielt auf die Uhr und geht schon mal die internen Checklisten für den Abbau durch. Was kommt in welche Kiste? Wo haben wir die Verpackungen abgelegt? Was kann weg und was muss wieder mit? Als eine Stunde später das offizielle Ende des Markts der Möglichkeiten naht, gleicht das Gelände einem geschäftigen Bienenstock. Im Gegensatz zum Aufbau geht der Abbau ja immer viel schneller und man fragt sich unwillkürlich, ob hier alles noch in realer Geschwindigkeit abläuft oder ob man versehentlich in einen Zeitrafferfilm geraten ist.

Irgendwann ist auch die letzte Kiste verstaut und es macht sich allgemeine Erschöpfung breit: der kontinuierliche Lautstärkepegel in einer Messehalle, die hochsommerliche Temperatur, die ständige Konzentration und die langen Tage fordern ihren Tribut. Gleichzeitig wird das erste Fazit gezogen. Wie war es denn? Hat es sich gelohnt?

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Am Stand der Stiftung KiBa 

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Besuch bei den Kollegen vom EKD-Infoservice 

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Bei diesem überlangen Kicker hilft nur Teamwork 

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Das gläserne Restaurant erinnert daran, wieviel Essen in Deutschland weggeworfen wird 

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Ehrenamtliche Helfer kümmern sich um den Müll 

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Morgens dürfen zunächst nur die Mitwirkenden aufs Marktgeländer - dann erst die Besucher 

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Kirche und Sport: der Infostand ist nur 10m Meter Luftlinie entfernt 

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Kein Kirchentag ohne spontane Posaunenchöre... 

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...oder Chöre ohne Instrumente! 

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Stimmt der Sound? Der erste Konzertbesucher hört schon mal vor :-) 

Für die KiBa ist da schnell beantwortet: es hat sich definitiv gelohnt! Wir haben viele Gespräche geführt, konnten wichtige Impulse geben – und haben das getan, was heute so gerne mit dem Ausdruck „Networking“ bezeichnet wird. Dazu gehört das Knüpfen neuer Kontakte ebenso wie die Pflege von bestehenden. Die Stiftung KiBa im Bewusstsein der Kirchengemeinden zu verankern und sie als wichtige und kompetente Anlaufstelle für Fragen bei Sanierungs- und Restaurationsmaßnahmen wahrzunehmen: das war ein wesentliches Ziel der Kirchentagspräsenz – und das wurde erreicht! Das viele positive Feedback von Gemeindevertretern auf die Stiftungsarbeit hat uns riesig gefreut und wir sagen ein herzliches Dankeschön dafür an dieser Stelle!

Wer den Kirchentag in den Medien verfolgt hat, konnte die unterschiedlichsten Wahrnehmungen lesen. Um die Zukunft der Kirche sei es schlecht bestellt, hieß es oftmals. Und das liege nicht nur an den sinkenden Mitgliederzahlen. Das Vertrauen in die Institution und das Vertrauen in den Glauben sei am Schwinden. Vertrauen – das war das zentrale Thema dieses Kirchentages. „Werft Euer Vertrauen nicht weg!“ heißt es im Brief an die Hebräer im Kapitel 10, Vers 35. Der Apostel Paulus schrieb das an eine Gemeinde „bei der die Luft raus ist. Man lebt aus dem nostalgischen Verweis auf die gute alte Zeit. Hach damals.“, umschreibt Pastorin Sandra Bils die damalige Situation in ihrer bewegenden Predigt im Schlussgottesdienst des Kirchentages. „Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Geduld habt ihr nötig, auf dass ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt.“, sagt Paulus. Bils findet drastisch-passende Worte, der Hebräerbrief sei „eine Mischung aus Trost und Arschtritt“. Und recht hat sie! Halten wir fest am Vertrauen, an der Unerschrockenheit, am Glaubensmut. „Wir haben Gott an unserer Seite. Seine Zeit ist ganz und gar nicht vorbei. Unsere Zeit als Christinnen und Christen in dieser Welt ist nicht vorbei. Ich bin sicher: Wir werden gebraucht. Vielleicht mehr denn je.“