Stiftung KiBa auf der "denkmal 2018"

Gemeinschaftsstand mit der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und der ev.-luth. Landeskirche Sachsen

Neben einer Medieninstallation mit Ideen zur Mehrfachnutzung von Kirchengebäuden wird es auch Informationen geben zur Situation der Kirchen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, zur Demografie, den Kirchengebäuden, den kirchlichen und politischen Gemeinden sowie zur Situation der Pfarrer bzw. Hauptamtlichen. Diskutiert werden sollen am Stand Themen wie „Welche Rolle spielt in Zukunft die ‚Kirche im Dorf‘?“, „Welche Vernetzungen sind nötig und möglich?“ und „Welche Art von Nutzungen sind verträglich?“        

Die "denkmal" ist eine europäische Fachmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung. Die beiden ausstellenden evangelischen Landeskirchen (EKM, EvLKS) sind mit ihren rund 5.500 historischen Kirchengebäuden die größten Denkmaleigentümer in Mitteldeutschland. „Bauhistorisch und kulturell gesehen ist das ein Schatz, mit dessen Verantwortung die kleiner werdenden Kirchengemeinden heute oft überfordert sind“, sagt Marcus Schmidt vom Baureferat der EKM. „Viele Kirchen stehen leer oder werden nur noch ganz selten genutzt. Dabei steht ‚Kirche‘ für viele Werte.“ Kirchengebäude seien Identifikationsorte, Landmarken, Orte der Kultur und Geschichte, Zeugnisse althergebrachter Handwerkskünste und Tourismuspunkte. Sie böten einen Raum abseits des Alltags und seien in kleineren Orten oft der einzige noch verbliebene unabhängige Raum. „Aufgrund dieser Situation ist es an der Zeit, über den künftigen Umgang mit den vorhandenen kirchlichen Gebäuden nachzudenken - also: Aufgabe? Abgabe? Wandel? Nutzung ist dabei der Schlüssel für dauerhaften Erhalt und Pflege. Und: Nutzung ist der beste Denkmalschutz!“, so Marcus Schmidt.

Der Stand von EKM, EvLKS und Kiba kann vom 8. bis 10. November täglich von 9.30 bis 18 Uhr besucht werden (Messe Leipzig, Halle 2, Stand C49).