St. Dionysius in Wunstorf Kolenfeld
St. Dionysius in Wunstorf Kolenfeld

„Unsere Kirche bekommt ein neues Kleid!“

„KiBa-Kirche des Monats Dezember 2019“ In Kolenfeld

„Jeder hat so seine Schäflein, eins von meinen ist eben die Kirche“, sagt Werner Seppelt. „Hereingewachsen“ sei er in die Verantwortung für das historische Gotteshaus in Kolenfeld: Vor rund 50 Jahren der Liebe wegen in das niedersächsische Dorf gezogen, gehört er seit mehr als 30 Jahren dem Vorstand der Kirchengemeinde Kolenfeld an. Sein Name ist der erste, der fällt, wenn es um die Instandsetzung der des Gebäudes geht. 

„Eben haben wir mit dem Kirchenvorstand und unserer Pastorin noch den Aufruf für das Kirchgeld zugunsten der Außensanierung eingetütet“, berichtet Werner Seppelt am Telefon; im Kühlschrank warte schon eine Schlachtplatte „für eine Vesper für Helfer“. „Ständig“ sei man in Aktion, um Gelder für die Restaurierung der Kirche zu akquirieren oder selbst Hand anzulegen, und natürlich benötigt der Kirchenvorstand dabei Unterstützung: „Hier sind alle sehr rege. Mal hilft der Schlosser aus, mal brauchen wir einen Tischler, mal einfach eine dritte Hand“. 

Konzerte und Erntedankfeste werden organisiert, oft zusammen mit den vielen Vereinen, die es im Dorf gibt. Sehr bewährt hat sich auch das „Kulinarische Kirchenkino“, das jedes Jahr im Februar in der sanierten Fachwerk-Pfarrscheue stattfindet. 

Am Ende werden rund 160.000 Euro für die Restaurierung der Kolenfelder Kirche benötigt. Die Stiftung KiBa fördert ihre „Kirche des Monats Dezember 2019“ mit 10.000 Euro.
 

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St. Dionysius Wunstorf Kolenfeld 

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Das schlichte barocke Gotteshaus steht unter Denkmalschutz. In den Jahren 1744 bis 1747 wurde es auf den Fundamenten der romanischen Vorgängerkirche am Rande des Dorfes errichtet. Es ist an die Ostseite des mächtigen romanischen Turms angebaut, der schon seit der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts an dieser Stelle in den Himmel ragt. Der Turm beherbergt vier Glocken (die älteste stammt aus dem Jahr 1584) und eine Uhr aus der Werkstatt J.F. Weule, die vor rund hundert Jahren ein Hotelier stiftete, und die bis vor kurzem noch jede Woche per Hand aufgezogen werden musste. 

Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde die Turmuhr ebenfalls restauriert und dabei gleich elektrifiziert oder, wie Werner Seppelt es ausdrückt: „ein paar Wochen zur Kur an die Ostsee geschickt“. Als Projektleiter in der Automobilindustrie hat Seppelt Werke geplant und Produktionsstätten aufgebaut; jetzt im Ruhestand, kommt ihm seine Erfahrung für das „Projekt Kirche“ zugute. Trotz allem läuft es nicht immer rund: Die Arbeiten am Ostgiebel haben zwei angefaulte Dachbalken und im Glockenstuhl im Turm zwei weitere Deckenbalken durch Moderfäule und Bunte Nagekäfer zutage gefördert, die nun aufwändig ersetzt werden müssen. „Das wird eine Riesensache! Das hätten wir wirklich gern vorher gewusst.“

Die übrigen Mängel an Kirchturm und Kirchenschiff waren dagegen von Anfang an deutlich sichtbar; sie werden planmäßig sukzessive behoben: Lose Putz- und Farbschichten am äußeren Mauerwerk wurden abgetragen, Risse verspachtelt, Moos und Algen entfernt. Der Sandsteinsockel soll abgebeizt werden, Türen und Fenster erhalten neue Farbe und am Ende bekommt die gesamte Kirche einen neuen Rundum-Anstrich. Seit August sind die Handwerker am Werk, noch ist die Kirche vollkommen eingerüstet. Doch schon in Kürze soll sich das ändern: Die Gemeinde hofft, dass das Gerüst noch in diesem Dezember abgebaut werden kann. Nur am Ostgiebel wird dann für die Arbeiten neben der Sakristei ein Teil des Gerüstes noch stehen bleiben. Und Werner Seppelt wird auch im kommenden Jahr weiter mit „seiner Kirche“ beschäftigt sein.