KiBa-„Kirche des Monats März 2020“ in Wuppertal-Elberfeld

Instandsetzung des Turms des „lutherischen Mutterschiffs“

Rund 1,5 Millionen Euro wird die in diesem Monat beginnende Sanierung des Turms der Kirche am Kolk in Wuppertal-Elberfeld kosten. Ein Fünftel aller Mauersteine und fast alle Ecksteine des denkmalgeschützten Bauwerks müssen ausgetauscht werden. Die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegründete „Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland“ (Stiftung KiBa) fördert das Projekt in diesem Jahr mit 30.000 Euro.

Der Zustand des Turmmauerwerks ist so bedenklich, dass der Betrieb der sechs Glocken bereits 2016 eingestellt werden musste. „Die Schwingungen könnten lockere Steine zum Herunterfallen bringen“, erklärt Baukirchmeister Rüdiger Raschke. Ziel der Sanierung ist es, den Turm der denkmalgeschützten Kirche wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen.

Die barocke Kirche am Kolk wurde 1752 erbaut; damals war sie das „Mutterschiff“ der später folgenden lutherischen Kirchen im damals noch überwiegend reformiert geprägten Elberfeld. Zwei Mal brannte das Gebäude im Laufe seiner Geschichte aus: 1943 wurde es von einer Brandbombe getroffen, rund 30 Jahre später Opfer eines Brandanschlags. „Die enorme Hitze hat die innere Struktur der Steine des Turms zerstört“, weiß Raschke.

Nach dem Austausch des schadhaften Mauerwerks soll der Turm originalgetreu verputzt werden. Die Arbeiten werden voraussichtlich im kommenden Jahr abgeschlossen. Dann werden auch die Glocken wieder läuten dürfen.

Die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) ist eine Stiftung der EKD und der evangelischen Landeskirchen. Seit 1999 hat sie Zusagen für Sanierungsvorhaben in Höhe von 33,9 Millionen Euro geben können. Für dieses Jahr hat die KiBa bereits Förderzusagen über rund 1,6 Millionen Euro vorgesehen. Mehr als 3.600 Mitglieder engagieren sich bundesweit im „Förderverein der Stiftung KiBa e. V.“ Weitere Informationen unter www.stiftung-kiba.de.

Hannover, 2. März 2020
Pressestelle der EKD

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