Dorfkirchen – meine Liebe!
Stiftungsrundbrief „KiBa aktuell 3/2026“ erschienen
Das Festivalprojekt „Dorfkirche mon amour“ hat die Nordkirche vor vier Jahren gestartet. Dank der großen Resonanz ist es seitdem immer mehr gewachsen. Es lebt vom Einsatz der Menschen, die in ihren Kirchen Konzerte, Theaterstücke, Gemeindefeste oder Kunstevents auf die Beine stellen – mit großem Erfolg. Unsere Reporterin war bei einem besonderen Chorkonzert in Spornitz in Mecklenburg dabei.
Tief im Südwesten von Mecklenburg-Vorpommern steht die Dorfkirche Spornitz. Die Stimmen von 32 Sängerinnen und Sängern erfüllen den Raum, dringen hinauf auf die Empore, wo die restaurierte Mehmel-Orgel steht, und bis in jede Ritze des weißen Dachgebälks. Kaum zu glauben, dass sich dieser Chor erst vor vier Wochen gebildet hat. „Sänger blühen erst im Konzert richtig auf“, hatte Chorleiterin Susanne Dieudonné vor dem Auftritt gesagt und recht behalten: Jeder Ton sitzt.
2022 startete „Dorfkirche mon amour“ mit sechs Veranstaltungen, binnen vier Jahren ist daraus ein ausgewachsenes Kulturfestival geworden mit knapp 300 Veranstaltungen in 223 Kirchen, sogar die Landeskirche Hannovers ist erstmalig mit einigen Veranstaltungen dabei. Die Nordkirche fördert das Projekt mit einem kleinen Budget und die Stiftung KiBa hat im Rahmen einer Sonderförderung 30.000 Euro zur Verfügung gestellt. Was sich damit alles Großartiges erreichen lässt, lesen Sie in der Reportage im aktuellen Stiftungsrundbrief.
Der Allround-Künstler
Musiker, Liedermacher, Schauspieler, Dichter: Bodo Wartke hat viele Passionen. Er versteht es, mit der Sprache ebenso wie mit Klängen zu spielen. Bei Auftritten begleitet der 49-jährige Entertainer seine oft humorvollen Lieder meist selbst auf dem Klavier. Dorothea Heintze hat den Allround-Künstler in einem Berline Café getroffen. Kirchen, ja, die bedeuten ihm etwas. Gotteshäuser sind für ihn die Orte, wo Menschen gemeinsam sind, gemeinsam beten, gemeinsam glücklich sind oder traurig.
Kirchen schaffen eine Mitte
Dietmar Woidke ist seit 2013 Ministerpräsident des Landes Brandenburg. „Ich bin dankbar für jede Dorfkirche, die uns erhalten bleibt“, schreibt er in der KiBa-Kolumne. Jeder von uns verbindet etwas mit der „eigenen“ Kirche – vielleicht weil man dort geheiratet hat, konfirmiert wurde oder einfach besondere Predigten gehört hat. Für ihn ist das Dorfkirche in Naundorf, dem Ortsteil von Forst in der Lausitz, wo er aufgewachsen ist.
…und außerdem…
…haben wir eine ungewöhnlich kleine Kirche besucht, die als Modell vor ihrer lebensgroßen Schwester steht. Hier wird nicht gesungen oder gebetet, stattdessen summt und brummt es, denn die kleine Holzkirche „St. Bienenstich“ ist ein Insektenhotel. Eltern und Kinder aus der Kirchengemeinde St. Peter und Paul in thüringischen Andisleben haben die Minikirche gemeinsam gebaut.
Hinzu kommen ein paar aktuelle Nachrichten und Informationen aus der Arbeit der Stiftung KiBa. Neben einem weiteren Beitrag aus der Reihe „Typisch protestantisch“ haben wir am Ende des Stiftungsrundbriefs wieder ein Rätsel abgedruckt, bei dem Sie attraktive Preise gewinnen können.
Wir wünschen eine anregende Lektüre!