Andreaskapelle Leipzig-Knautnaundorf
| Kirche | Andreaskapelle Leipzig-Knautnaundorf |
|---|---|
| Ort | 4249 Leipzig, Rundkapellenweg |
| Homepage | www.kirche-knauthain.de |
| Landkreis | Stadt Leipzig |
| Bundesland | Sachsen |
| Landeskirche | Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens |
| Beschreibung | Die aus dem 11. Jhd. stammende Andreaskapelle in Knautnaundorf – seit 1999 ein Stadtteil Leipzigs – ist das älteste kirchliche Gebäude Sachsens. Auffällig ist der massige runde Turm mit gut 10m Durchmesser und oktogonalem Aufsatz. Vermutlich hatte Wiprecht von Groitzsch, Markgraf von Meißen und der Lausitz, in Knautnaundorf einen Herrensitz und ließ die Kirche für seine aus Böhmen stammende Frau errichten, wo vergleichbare Rotundenkirchen aus dieser Zeit bekannt sind. Das Kirchenschiff schließt im Osten mit vier vorgesetzten niedrigen Strebepfeilern leicht asymmetrisch ab. Ende des 15. Jhds. hatte das Gotteshaus seine herrschaftliche Bedeutung verloren und diente als Gemeindekirche und bekam seinen einfachen gotischen Saal. 1719-1723 baute man Emporen ein, verlegte die Kanzel in den Altar und vergrößerte die Fenster im Kirchenschiff. Ende des 19. Jhds. ersetzte man die barocke Turmhaube durch eine spitze Haube. Anstelle der ursprünglichen Glocken hängt heute das Geläut aus der 1982 für den Braunkohleabbau abgebaggerten Kirche in Bösdorf: drei Eisenhartguss-Glocken von 1954. 1869 hatte die Kapelle eine Ladegast-Orgel bekommen, die aber seit 1960 unspielbar war und schließlich im Zuge der Renovierung von 1972 ersatzlos abgebaut wurde. Ein Wappenstein von 1578 erinnert an Caesar Pflugk und seine Mutter Agnes aus dem böhmischen und sächsischen Uradelsgeschlecht Pflug von Rabenstein (Anfang des 13. Jhds.). Bis 1994 liefen umfangreiche Wiederherstellungsmaßnahmen, die Apsis mit Triumphbogen wurde auf dem erhaltenen Fundament rekonstruiert – ebenso wie zwei Fenster, die ursprüngliche hölzerne Westempore, der romanische Innenwandputz sowie der steinerne Altar mit Natursteinplatte und Altarstufe. Umgestaltung: In den 1970er Jahren rückte der Braunkohletagebau Zwenkau immer näher. Die Weiße Elster musste ebenso verlegt werden wie die Bahnlinie. Das Stahl- und Hartgusswerk Bösdorf wurde am Ortsrand neu errichtet. Das bis dato landwirtschaftlich geprägte Knautnaundorf wandelte sich langsam zum Industrie- und Wohnstandort. |
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