Steinerne Zeitzeugen bewahren
1,3 Millionen Euro für Kirchensanierungen
Als steinerne Zeitzeugen erzählen unsere Kirchen Geschichten aus Jahrhunderten, bewahren kulturelle Schätze und bieten als „Rastplätze für die Seele“ Rückzugsorte in der immer hektischeren Welt. Jede Kirche ist dabei so einzigartig wie die Menschen, die in ihr eine Heimat finden. Damit diese lebendigen Räume der Gemeinschaft für kommende Generationen erhalten bleiben, unterstützt die Stiftung KiBa auch im Jahr 2026 zahlreiche Sanierungsprojekte in ganz Deutschland.
Fördervorhaben 2026 im Überblick
Die Vielfalt der geförderten Projekte spiegelt die reiche Kirchenlandschaft Deutschlands wider. Hier ein statistischer Überblick über die Verteilung der Förderungen nach Bundesländern sowie Besonderheiten in der Benennung:
- Regionale Schwerpunkte: Die meisten Förderprojekte konzentrieren sich in diesem Jahr auf Thüringen (19 Projekte) und Sachsen-Anhalt (17 Projekte), gefolgt von Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen (jeweils 8), Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern (jeweils 7). Auch in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen sowie in Berlin und Rheinland-Pfalz unterstützen wir große und kleine Kirchen
- Häufige Patrozinien: Unter den Namen der Gotteshäuser finden sich „Klassiker“ wie St. Marien (u.a. in Bornich, Lemgo, Kahleby, Harras, Griesheim), St. Johannes (u. a. in Bennungen, Kölleda, Urbach) und St. Katharinen (u.a. in Benndorf, Katharinenheerd, Wolmirstedt).
- Architektonische Breite: Die Palette reicht von romanischen Feldsteinkirchen aus dem 12. Jahrhundert bis hin zu modernen Betonkirchen der frühen Moderne
Eine Handvoll Entdeckungen
Unter den vielen Projekten stechen einige durch ihre außergewöhnliche Architektur oder Geschichte hervor:
- Bad Arolsen (Hessen): Diese Kirche ist eine architektonische Besonderheit, da ihr Altar nach Westen ausgerichtet ist. Um der symmetrischen Stadtplanung des Residenzschlosses zu entsprechen, wurden die Baupläne kurzerhand um 180 Grad gedreht.
- Peißenberg (Bayern): Die Friedenskirche ist ein seltenes Beispiel für expressionistische Sakralarchitektur. Ihr Innenraum erinnert bewusst an den regionalen Bergbau: Die Decke wirkt wie ein Schacht, und die Holzsäulen gleichen Grubenstempeln
- Leipzig-Knautnaundorf (Sachsen): Hier steht mit der Andreaskapelle das älteste kirchliche Gebäude Sachsens. Der auffällige Rundbau (Rotunde) geht vermutlich auf den Markgrafen Wiprecht von Groitzsch zurück, der ihn im 11. Jahrhundert für seine böhmische Frau errichten ließ.
- Ulm (Baden-Württemberg): Die Pauluskirche (1910) gilt als eine der ersten Betonkirchen Deutschlands. Sie verbindet moderne Baustoffe mit Elementen der Romanik und des Jugendstils und verfügt über ein beeindruckendes, säulenloses Gewölbe.
- Stuttgart (Baden-Württemberg): Die Brenzkirche ist eine Ikone der Neuen Sachlichkeit. Als Projekt der Internationalen Bauausstellung 2027 soll sie zeigen, wie Kirchenräume im 21. Jahrhundert funktional und sozial neu gedacht werden können.
Auch alle weiteren Förderkirchen sind einzigartig in Aussehen, Geschichte und Umfeld. Auf der Kirchenlandkarte sehen Sie alle KiBa-Kirchen auf einen Blick, „Kirchen entdecken“ bietet die Suche und Recherche nach allen KiBa-geförderten Kirchen seit 1997.
Der Weg zur Förderung: Wie funktioniert die KiBa-Hilfe?
Die Unterstützung durch die KiBa ist kein automatischer Prozess, sondern folgt einer klaren Struktur, um sicherzustellen, dass die Mittel dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden, denn nicht jedes Bauvorhaben kann unterstützt werden. Besonders gute Chancen haben Projekte, die folgende Kriterien erfüllen:
- Dach und Fach: Vorrang haben substanzerhaltende Maßnahmen an Dächern, Außenwänden und Gewölben.
- Bürgerschaftliches Engagement: Die KiBa fördert dort, wo die Menschen vor Ort sich leidenschaftlich für „ihre“ Kirche einsetzen.
- Nachhaltigkeit: Maßnahmen, die den Klimaschutz berücksichtigen, finden besonderes Interesse
Im November des vergangenen Jahres hat der Vergabeausschuss, ein Gremium aus hauptamtlich tätigen Fachleuten, über alle eingegangen Förderprojekte beraten. Gemeinsam mit der Leitungsebene der Stiftung, den Regionalbeauftragten sowie dem Votum aus den Bauämtern der Landeskirchen, hat er einen detaillierten Förderplan erarbeitet. Der Stiftungsvorstand hat zugestimmt und so kann die KiBa Stand Januar 2026 beinahe 1,3 Millionen Euro in die Erhaltung von Kirchen investieren.
Ein Aufruf zum Mitmachen
Helfen Sie mit! Gott selbst braucht keine Kirchen, aber wir Menschen brauchen sie als Orte der Stille, der Kultur und der Begegnung. Viele dieser jahrhundertealten Bauwerke sind gefährdet und brauchen dringend Hilfe, um nicht zu verfallen.
Ihre Spende hilft: Ob durch Einzel- oder Dauerspenden, einer Mitgliedschaft im Förderverein – jede Unterstützung trägt dazu bei, dass diese kulturellen Schätze erhalten bleiben. Spenden an die KiBa sind zudem steuerlich begünstigt. Helfen Sie uns, die Geschichte unserer Kirchen weiterzuschreiben!
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