St. Katharina Katharinenheerd

St. Katharina Katharinenheerd St. Katharina Katharinenheerd St. Katharina Katharinenheerd St. Katharina Katharinenheerd St. Katharina Katharinenheerd
Kirche St. Katharina Katharinenheerd
Ort 25836 Katharinenheerd, Kirchenweg 1
Homepage www.kirche-­eiderstedt-­mitte.de
Landkreis Nordfriesland
Bundesland Schleswig-Holstein
Landeskirche Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche)
Beschreibung

1113 begann man mit der Errichtung von sechs Kirchen auf der Halbinsel Eiderstedt, eine davon war St. Katharina, die vermutlich eine ältere Kapelle ersetzen sollte, die in Gardesand bei Grading gestanden hatte und – je nach Quelle – von feindlichen Dithmarschern, aufständischen Friesen oder einer Sturmflut zerstört wurde. Das Patrozinium trägt die Heilige Katharina von Alexandrien, eine der vier großen heiligen Jungfrauen und Mitglieder Vierzehn Nothelfer.

Der romanische Backsteinbau mit separatem Glockenstapel ist vermutlich etwas jünger als das Gründungsdatum, denn die verwendeten Mauerziegel fanden im damals dänischen Herrschaftsgebiet erst um 1200 weite Verbreitung. Der gotische Chor kam um 1500 dazu, die Eingangstür an der Nordwand wurde im 17. Jhd. gefertigt. Der Dachreiter trägt die Jahreszahl 1794 auf der Wetterfahne. Südöstlich der Kirche baute man 1796 eine flache Gruft an.

Schiff und Chor besitzen eine flache Balkendecke. Die Ausstattung stammt überwiegend aus dem 17. und 18. Jhd. Eine Besonderheit stellt die Reiterfigur des heiligen Georg aus der zweiten Hälfte des 15. Jhds. dar, der mit gotischem Harnisch gerüstete Ritter auf einem stehendem Pferd ist beim Angriff auf den Drachen dargestellt – ein beliebtes monumentales Motiv vor der Reformation. Aus dem belgischen Namur stammt der achteckige gotische Taufstein aus dem 15. Jhd., der Deckel ist von 1727. Bemerkenswert ist auch der Flügelaltar mit Retabel im Stil der Renaissance. Das Hauptbild zeigt das Letzte Abendmahl, in den Seitenflügel sind die Kreuzigung und das Passahmahl dargestellt. Die Kanzel mit Reliefs aus dem Leben Jesu von 1612 stammt vermutlich aus einer Kirche auf der Insel Strand, die 1634 in der Burchardiflut untergegangen war.

Auf der Empore steht die 1840 gestiftete Orgel mit neugotischem Prospekt. Vierzehn zwischen 1635 und 1650 geschaffene spätbarocke Malereien schmücken die Brüstung der Empore.

Mahnung: Die hölzerne Einzeigeruhr von 1617 links vom Chorbogen ist einmalig für Eiderstedt. Ein Text erinnert daran, dass der Tod gewiss ist, nicht aber die Stunde.

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