St. Clemens Büsum

St. Clemens Büsum St. Clemens Büsum St. Clemens Büsum St. Clemens Büsum
Kirche St. Clemens Büsum
Ort 25761 Büsum, Kirchenstr. 30
Homepage www.kirche-­buesum.de
Landkreis Dithmarschen
Bundesland Schleswig-Holstein
Landeskirche Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche)
Beschreibung

St. Clemens in Büsum zählt zu den ältesten erhaltenen Gebäuden an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. Ein erstes Gotteshaus fiel der „Großen Mandränke“ von 1362 zum Opfer – bei der verheerenden Sturmflut kamen zehntausende Menschen ums Leben. Büsum gehört zu den 1140 urkundlich erwähnten „Urkirchspielen“, die sich von der Dithmarscher Mutterkirche Meldorf abgeteilt hatten. Die Kirche wurde um 1281 dem St. Clemens geweiht, dem Schutzheiligen der Schiffer und Küstenbewohner. Das Büsumer Kirchspielsiegel zeigt ihn mit dem Anker, mit dem er der Legende nach im Schwarzen Meer ertränkt wurde.

Nachdem eine zweite Kirche abbrannte, bauten die Bewohner 1442 eine dritte auf einer Warft. Der Bau ist aus Backstein und weiß verputzt. Ein Dachreiter mit Stundenglocke schmückt das rot eingedeckte Satteldach, ein separater Glockenturm von 1514 steht nordwestlich der Kirche frei.

Die Ausstattung ist reichhaltig und erstreckt sich über mehrere Epochen. Das bronzene Taufbecken ist angeblich im 15. Jhd. vom Seeräuber Cord Widderich von der Insel Pellworm geraubt worden. An der Nordseite unter der Empore stehen ein Chorgestühl aus dem 17. Jhd., die Johannsenloge (1801), die Nummsenloge (19. Jhd.) und ein Predigerstuhl von 1671. Im Chor sind Holzplastiken von Maria und Johannes aus dem 15. Jhd. zu sehen. Altar und Kanzel sind von 1712, hier ist die Kreuzigungsszene zu sehen. In der Mitte der Kirche steht ein Triumphkreuz, von der Decke hängt ein Modell des Dreimasters „Der milde Herbst“. Die Marcussen-Orgel mit mechanischen Schleifladen wurde 1983 geschaffen.

Genaue Ausrichtung: St. Clemens ist nicht „geostet“, sondern zeigt nach Südost. Vermutlich ist der Bau auf den Sonnenaufgang am 23. November ausgerichtet, dem Gedenktag des Heiligen Clemens.

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Unsere Förderung

2026

Fassadensanierung
gefördert mit 40.000 Euro

  1. vollständige Einrüstung des Dachreiters zur Schadenserfassung
  2. statische Untersuchung und Holzschutzgutachten
  3. Erneuerung und Abdichtung der Dachanschlüsse
  4. Instandsetzung der Tragkonstruktion
  5. Sanierung bzw. Neuverblechung nach historischem Vorbild

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