Dorfkirche Krien
| Kirche | Dorfkirche Krien |
|---|---|
| Ort | 17391 Krien, Kirchweg |
| Landkreis | Vorpommern-Greifswald |
| Bundesland | Mecklenburg-Vorpommern |
| Landeskirche | Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) |
| Beschreibung | Im Mittelalter war Krien ein typisches Rundlingsdorf und die Kirche stand genau im Zentrum. Mit dem Bau begann man vermutlich Ende des 13. Jhds. unter dem Kirchenpatronat des Klosters in Stolpe. Um 1280 entstanden der zweijochige gerade geschlossene Chor mit seinem Kreuzrippengewölben und die Nordsakristei. In der Ostwand befindet sich zwischen Maßwerkblenden einer ehemalige Dreiergruppe von Fenstern. Im Süden führt ein reich ausgestattetes Portal – ehemals eine Priesterpforte – in die Südvorhalle. Das langestreckte Schiff mit im Norden und Süden gestuften Strebepfeilern ist flachgedeckt wurde im 14. Jhds. westlich an den Chor gesetzt. Alle Fenster in Schiff und Chor sind spitzbogig. Der Sockel des barocken Westturms mit barockem Helm in Schiefereindeckung ist jünger und aus Feldstein gebaut. Im 18. Jhd. setzte man die beiden Obergeschosse in Fachwerkbauweise auf, im 20. Jhd. wurden sie mit Brettern verschalt. Eine Glocke stammt aus dem 15. Jhd. Ein barocker Altaraufsatz aus der zweiten Hälfte des 18. Jhds. zeigt im Mittelfeld eine Stadtlandschaft mit geschnitzter Kreuzigungsgruppe davor, auf dem Giebel ist der auferstandene Christus zwischen Petrus und Paulus zu sehen. In den plastisch geschnitzten Wangen mit Akanthuslaub sind Moses und Aaron dargestellt. Die reich verzierte Renaissancekanzel von 1602 ruht auf einer Säule mit Blattkapitell. Am Kanzelkorb sind Christus als Guter Hirte, die Evangelisten, Christi Taufe und das Pfingstwunder zu sehen. Dazu kommt eine Sitzmadonna mit Kind aus Eichenholz (vermutlich Anfang des 14. Jhds. in Lübeck Werkstatt gefertigt. Das Gestühl stammt aus dem 20. Jahrhundert. Die Orgel hat einen neogotischen Prospekt. Ungewöhnlich: 1936 fand man beim Einbau der Heizung in gut zwei Metern Tiefe einen unregelmäßig geformten zylindrischen Granitstein (mind. 13. Jhd.) mit flachreliefiertem Kreuz, stilisierte Lilien und Hähnen sowie einem sechszackigen Stern. Seit 1966 dient er als Taufstein. |
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