Dorfkirche Frauenhorst (Brandenburg), 2017 und 2010 von der KiBa gefördert
Dorfkirche Frauenhorst (Brandenburg), 2017 und 2010 von der KiBa gefördert

Musikschulen öffnen Kirchen

Bühne für junge Künstlerinnen und Künstler

Mit der Benefizkonzertreihe "Musikschulen öffnen Kirchen" belebt der Verband der Musik- und Kunstschulen alte Kirchen im Land Brandenburg. Junge Musiker konzertieren landauf und landab ohne Honorar in den vielerorts vom Verfall bedrohten Kirchgebäuden. Mit den eingeworbenen Spenden tragen sie dazu bei, Orgeln zu restaurieren oder andere Sanierungen vorzunehmen.

Angesprochen sind dabei alle Kirchen mit Sanierungsbedarf im Land Brandenburg – als Partner und Co-Veranstalter der Benefizkonzertreihe. Hinter der Aktion, die es seit 2007 gibt, stehen der Verband der Musik- und Kunstschulen Brandenburg e.V. in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V. Schirmherrin ist die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Dr. Martina Münch.

Verantwortlich für einen Konzertnachmittag sind die Fördervereine der teilnehmenden Kirchen zusammen mit den regionalen Musikschulen. Das können dann Konzerte aller Musikrichtungen sein, Tanzdarbietungen, Kunstaktionen und Ausstellungen. Als Akteure treten Solisten und Ensembles der Musikschulen auf. Oft werden die Programme der Schüler durch unterhaltsame Erzählungen zur Geschichte der jeweiligen Kirche ergänzt. Dabei können die Veranstaltungen mit Dorffestcharakter auch über den Kirchturm hinausgehen.
Auf dem Programm des Eröffnungskonzertes mit der Jungen Philharmonie am 18. April um 17 Uhr in der Klosterkirche Guben stehen – passend zum Jubiläumsjahr – die Leonoren-Ouvertüre aus Ludwig van Beethovens einziger Oper „Fidelio“, die Suite aus dem Ballett „Der Feuervogel“ von Igor Stravinsky, die sinfonische Dichtung „Die Mittagshexe“ von Antonin Dvorak sowie Franz Schuberts „Unvollendete“ Sinfonie Nr. 7. Am Pult steht der österreichische Dirigent Peter Sommerer.

„Wenn junge Talente in alten Mauern musizieren, dann ist klar, dass beide Seiten davon profitieren. Für die Nachwuchskünstler sind die historisch wertvollen Kirchengebäude ein idealer Ort, um ihr musikalisches Talent einem breiten Publikum zu präsentieren. Und gleichzeitig wird die Öffentlichkeit auf Probleme und Sorgen aufmerksam gemacht, die vielerorts im Zusammenhang mit dem Zustand des Inventars oder der Gebäudehülle von Dorfkirchen bestehen.“, lobt Dr. Dietlind Tiemann, Oberbürgermeisterin der Stadt Brandenburg an der Havel, die Konzertreihe.

Gut 70 Benefizkonzerte werden es in diesem Jahr sein. Das vollständige Konzertprogramm (pdf) steht auf der Webseite der der Aktion zum Download bereit. Hier können sich bis zum 31. Oktober auch Kirchen, Fördervereine der Kirchen oder Dorfgemeinden um Konzerte für das folgende Jahr mit einem Antrag bewerben.

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