Stiftung KiBa und KD-Bank zeichnen beste Kirchenfotos 2021 aus

Ungewöhnliche Blickwinkel auf und in Kirchen

Die Siegerinnen und Sieger des diesjährigen Fotowettbewerbs stehen fest: Gewonnen hat der Bremer Nicholas Bell mit einer Aufnahme des Bremer Marktplatzes, auf dem eine abfahrende Straßenbahn vor dem Bremer Dom zu sehen ist.

Mit dem zweiten Platz zeichnet die Jury ein stimmungsvolles Foto der Osternacht 2020 in der Christuskirche Rheinhausen von Malte Eumann aus. Platz drei ging an Ursula Plaschko, die zwei Figuren des Chorgestühls im Ulmer Münster fotografiert hat. Die drei erstplatzierten Aufnahmen werden mit Preisgeldern in Höhe von 300, 200 und 100 Euro ausgezeichnet. Außerdem wurden zwei undotierte Sonderpreise vergeben.

Mehr als 600 Fotografien waren für den Wettbewerb eingegangen. Er wird getragen von der Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) und der von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegründeten Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa). Aufgabe der Teilnehmenden war es, ungewöhnliche Blickwinkel auf und in Kirchen festzuhalten.

1.%20Platz%3A%20Bremer%20Dom%20und%20Stra%C3%9Fenbahn

1. Platz: Bremer Dom und Straßenbahn Nicholas Bell

2.%20Platz%3A%20Osternacht%202020%20in%20der%20Christuskirche%20Rheinhausen

2. Platz: Osternacht 2020 in der Christuskirche Rheinhausen Malte Eumann

3.%20Platz%3A%20Zweigespr%C3%A4ch%20im%20Chorgest%C3%BChl%20des%20Ulmer%20M%C3%BCnsters

3. Platz: Zweigespräch im Chorgestühl des Ulmer Münsters Ursula Plaschko

Sonderpreis%3A%20Auf%20Erkundungstour

Sonderpreis: Auf Erkundungstour Irene Dommaschk

Sonderpreis%3A%20Vor%20der%20Feldsteinkirche%20Spaatz

Sonderpreis: Vor der Feldsteinkirche Spaatz Matthias Schlüter

Das Siegerfoto überzeugte insbesondere durch den Kontrast zwischen der Dynamik der modernen Straßenbahn und dem dahinter ruhenden historischen Kirchengebäude. „Der Bremer Dom steht schon seit Jahrhunderten und hoffentlich auch noch lange an diesem zentralen Ort - ungerührt vom täglichen Geschehen um ihn herum“, heißt es in der Begründung der Jury. Die zweitplatzierte Aufnahme zeigt leere, aber mit brennenden Kerzen geschmückte Kirchenbänke – und damit einerseits die coronabedingte, schmerzliche Abwesenheit von Menschen in der österlichen Christuskirche. Andererseits haben die Kerzen eine tröstende, warme Ausstrahlung, sodass das Bild „eine Atmosphäre der Einkehr und Geborgenheit vermittelt“. Das Foto aus dem Ulmer Münster gewinnt seine Eindrücklichkeit durch „den Blickwinkel, der den beiden Figuren aus dem Chorgestühl Leben einhaucht. Man meint, die beiden beim Zwiegespräch zu belauschen“, so die Jury.

Mit zwei Sonderpreisen wurden in diesem Jahr Aufnahmen ausgezeichnet, die einen augenzwinkernden Blick auf die jüngsten und die ältesten Besucher von Kirchen lenken. Das Bild von Irene Dommaschk zeigt einen aus einer Kirchenbank hervorlugenden Kinderkopf; die Fotografie von Matthias Schlüter drei vor einer Kirchentür geparkte Rollatoren. Zwölf der im Zuge des Wettbewerbs entstandenen Aufnahmen werden zu einem Fotokalender für das kommende Jahr zusammengefasst.