St Nicolai Trebra Hohenstein (Thüringen)
St Nicolai Trebra Hohenstein (Thüringen)

Unter dem Fünfseiter

Fassadensanierung in St. Nicolai Trebra beginnt

Der Turm der barocken Saalkirche im thüringischen Kreis Nordhausen ist charakteristisch, seine fünf Seiten, seine Höhe und die vier spitz aufragenden Nebenhelme machen ihn zum Blickfang und tollen Fotomotiv. Aktuell steht aber die Außenfassade der Kirche im Fokus.

Am Südhang der Hainleite in Thüringen liegt die Gemeinde Hohenstein, deren Name auf die frühere Grafschaft Hohenstein zurück geht. In ihr sind seit 1996 neun Ortsteile vereint – einer davon ist Trebra. Das Haufendorf liegt zwischen Waldgebieten, Feldern und Weiden in der Vorharzlandschaft. Und egal aus welcher Himmelsrichtung man auch schaut: stets ist der Kirchturm von St. Nicolai zu sehen!

1700 wurde die barocke Kirche erbaut. Das Kirchenschiff besteht aus gebrochener Nüxeier Grauwacke, einem (grün)grauen Sandstein. Die Bezeichnung „Grauwacke“ kommt aus der Harzer Bergmannssprache – und Nüxei liegt in der Nähe von Bad Sachsa, womit die Herkunft des Baumaterials der Kirche gut geklärt wäre.

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St. Nicolai Trebra 

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St. Nicolai Trebra 

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Viel Licht fällt durch die hohen Rundbogenfenster ins Innere der schmucken Kirche und lässt den schwebenden barocken Taufengel, den Kanzelaltar und die zwei Taufsteine aus unterschiedlichen Epochen erstrahlen. Zumindest wäre das normalerweise der Fall, doch aktuell ist die Kirche eingerüstet, denn die Arbeiten an der Außenfassade haben begonnen. Der brüchige Verputz muss entfernt und neu aufgebracht werden, auch die Fenster werden saniert. Die Stiftung KiBa unterstützt die Maßnahme mit 10.000 Euro. Auch die Gemeinde selbst hat sich schon seit Jahrzehnten sehr für die Erhaltung ihrer Kirche engagiert, so konnten dank unterschiedlichster Spendenaktionen schon die beiden Glocken erneuert oder die Orgel saniert werden. Seit 2017 läuft ein Fensterpatenprojekt, bei dem über dreißig Familien mitmachen.

Regelmäßig finden in St. Nicolai verschiedene Angebote für Interessierte aller Altersgruppen statt z.B. Frauenhilfe, Stammtisch, Christenlehre, Chroniklesungen, Gemeindefahrten, Familienfreizeiten, Kinderlesenächte, Kinderbibeltag, Gemeindefeste und vieles mehr.

Und man plant in Trebra kräftig für die Zukunft: durch viele neu geschaffene Patenschaften will die Kirche noch mehr Menschen in der Dorfgemeinschaft zusammenbringen, das kirchliche Leben soll weiter im Mittelpunkt stehen. Christen und Nichtchristen sollten für die Wahrung des gemeinsamen Kulturguts begeistert werden. Überdies steht die Gemeinde als Pfarrsitz weiter in der Verantwortung für die umliegenden Mitgliedsgemeinden.