Im Turm der Greifswalder Jacobikirche entstand in den vergangenen Monaten ein neuer Glockenstuhl aus Eichenholz, der das bisherige marode Eisengerüst ersetzt.
Im Turm der Greifswalder Jacobikirche entstand in den vergangenen Monaten ein neuer Glockenstuhl aus Eichenholz, der das bisherige marode Eisengerüst ersetzt. Michael Mahlburg

Volltönender Klang über den Dächern der Stadt

Die Glocke der Greifswalder Jacobikirche läutet wieder

Mitte Februar war es still geworden im Turm der Greifswalder Jacobikirche, doch seit dieser Woche läutet endlich wieder die Glocke. In den vergangenen Monaten entstand ein neuer Glockenstuhl aus Eichenholz, der das bisherige marode Eisengerüst ersetzt. „Außerdem hängt die Glocke jetzt erstmalig in einem ordentlichen Joch, sodass ihr Klang nun voll zu hören ist“, freut sich Pastor Michael Mahlburg. Das alte Joch sei ein sogenanntes gekröpftes Joch gewesen, so der Pastor. „Darin schwingt die Glocke nicht voll aus, sondern ‚kippelt‘ eher hin und her.“ Mit dem neuen Joch und dem neuen Glockenstuhl kann die Glocke nun ihr ganzes Klangpotential entfalten. Mit dem Ende der Arbeiten am Glockenstuhl sind zugleich die beiden Sanierungsabschnitte Kirchenschiff mit Mauern und Fenstern sowie Kirchturm an der Jacobikirche abgeschlossen. „Auf einen besonderen Festgottesdienst dazu verzichten wir zurzeit, werden ihn aber nachholen“, kündigt Michael Mahlburg an. 

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Großer Dank an alle Unterstützenden

Die Kosten für die beiden Sanierungsabschnitte betragen etwas über 1,4 Millionen Euro. „Danke sagen wir für alle Unterstützung: Der Bundesrepublik, dem Land Mecklenburg-Vorpommern, der Stadt Greifswald, der Bürgerstiftung Vorpommern, der Rudolf-August Oetker-Stiftung, der ZEIT-Stiftung, der Stiftung KiBa, dem Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, vielen Spenderinnen und Spendern in der Jacobigemeinde und darüber hinaus sowie allen Kirchensteuerzahlerinnen und -zahlern“, so Michael Mahlburg. „Und wir danken allen beteiligten Handwerkern, den Restauratorinnen und Restauratoren, Statikern und unserem Architekten Ulf-Gernot Kirmis.“ Die Kirchengemeinde hofft, dass es mit der Instandsetzung der Jacobikirche so erfolgreich weitergeht. Denn es ist zwar nun schon viel geschafft, doch ist längst noch nicht alles fertig. Die Sanierung des Mauerwerks des Chorraums, des gesamten Gewölbes, die Überarbeitung der Dacheindeckung und die Innensanierung stehen noch aus.

KiBa-Kirche

St. Jacobi liegt am westlichen Rand der Greifswalder Altstadt als die kleinste der drei gotischen Hauptkirchen. Ende des 13. Jh. wurde sie als zweischiffige Hallenkirche begonnen, Anfang des 15. Jhd. zur heutigen dreischiffigen Hallenkirche mit Chor umgebaut. Sehenswert ist das aufwändige Portal im Kirchturm. Glanzlicht der Ausstattung ist der einzige mittelalterliche Taufstein aus Granit in der Stadt. Caspar David Friedrich setzte der Stadt mit dem Gemälde „Wiesen bei Greifswald“ ein bezauberndes Denkmal.

Die Stiftung KiBa hat St. Jacobi zuletzt 2018 bei der Sanierung des Chores mit 15.000 Euro gefördert.