Sanierung der Dorfkirche Ranzin im Kreis Vorpommern-Greifswald
Sanierung der Dorfkirche Ranzin im Kreis Vorpommern-Greifswald

Signale aus Vorpommern

Arbeiten an der „Kirche des Jahres 2021“ gehen gut voran

Alle haben sich in der vergangenen zweiten Jahreshälfte ordentlich ins Zeug gelegt. Parallel kamen die Zusagen der Kulturförderung des Bundes und vom Land Mecklenburg-Vorpommern. Beste Voraussetzungen für die Sanierung der Dorfkirche Ranzin, unserer „Kirche des Jahres 2021“.

„Wir sind sehr dankbar für den zügigen Bauverlauf und das hohe Engagement der beteiligten Firmen“, Pfarrer Dr. Ulf Harder von der Dorfkirche Ranzin in Vorpommern-Greifswald. Trotz der kalten Jahreshälfte seien die Arbeiten sehr gut vorangekommen. Dabei lief es anfangs gar nicht gut: die strukturellen Schäden im Mauwerk am Turm erwiesen sich tatsächlich als so gravierend wie befürchtet. Auch die Oberfläche unter dem alten Rauhputz war massiv beschädigt. „Das musste großflächig nachgemauert werden“, erzählt Harder. Das galt auch für die Strebepfeiler in Südwest und Nordwest.

Inzwischen klingen die Signale aus Vorpommern aber viel besser. Die so genannte Verpressung der Mauerschalen an der Südwand ist abgeschlossen, somit ist alles wieder dicht. Mit Beginn der Frostperiode sind die Arbeiten von der Außenseite ins Turminnere gewechselt. Lose Putzstellen werden beseitigt und die Mauerarbeiten im Inneren vorbereitet. Sobald es die Witterung zulässt, so Harder, wird an der Nordwand weitergearbeitet. Hier wird schadhaftes Mauerwerk ersetzt und im Inneren verpresst, weil Teile der Mauer auseinander zu driften drohen. Auch an den Strebepfeilern wird dann weiter gearbeitet.

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Ein stattliches Programm also für die trutzige Dorfkirche, die sich im vergangenen Sommer beim KiBa-Publikumspreis „Kirche des Jahres“ vor der Stiftskirche St. Cyriakus Frose (Sachsen-Anhalt) und der Dorfkirche Klitten (Sachsen) klar auf den ersten Platz schieben konnte. Die Gotteshaus an der frequentierten Strecke nach Usedom soll ein einladender Ort für Gemeindemitglieder wie Touristinnen und Touristen sein. Der Bau des im Wesentlichen aus unbehauenen Feldsteinen gefertigten Gotteshauses begann 1249, der Westturm aus Backstein kam 1861 hinzu.